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10 Lektionen, die ich aus meinen Studentenjobs gelernt habe

Viele Studenten nehmen während ihrer Studienzeit das ein oder andere Studentenjob an. Einige tun das, weil sie sich ihr Studium selbst finanzieren müssen. Andere, weil sie nebenbei noch etwas verdienen und die ersten Arbeitserfahrungen sammeln wollen. Studentenjobs sind vor allem in der Gastronomie, Verkauf oder in der Administration sehr beliebt. Einen solchen Job zu finden ist nicht schwer. Man muss aber bei der Wahl des Studentenjobs bedenken, wie sich dieser mit dem Studium vereinbaren lässt. Denn das Studium ist und sollte die Priorität sein. Man will ja diesen auch so schnell wie möglich abschließen, damit man in seiner Branche arbeiten kann. Studentenjobs bringen dir nicht nur erste Arbeitserfahrung und eigenes Geld, sondern viele wertvolle Lektionen, die für den weiteren Berufsweg wichtig sind.

    1. Aus den Fehlern lernt man.
      Fehler gehören zum Lernprozess dazu, denn sie bereichern uns an Erfahrung. Wenn man neu in der Arbeitswelt ist, hat man von den ganzen Arbeitsprozessen meistens keine Ahnung. Fehler passieren und es ist wichtig, wie man damit umgeht. Schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Gib dir Zeit die Arbeitsabläufe kennenzulernen, sei nicht zu streng zu dir, frage nach und nochmals lerne, lerne und lerne.
    2. Kritik ist wichtig.
      Kritik ist was Positives! Nur wenn man die Kritik annehmen kann, kann man sich verbessern. Aber wie nehme ich konstruktive Kritik richtig an? Höre aufmerksam zu, setze dich mit dem Gesagten auseinander, nimm das Gesagte nicht persönlich, sehe Kritik als Hilfe und versuche am Feedback zu wachsen.
    3. Niedrige Bezahlung ist bessere als gar keine Bezahlung.
      Mit dem Verdienst durch die Studentenjobs kann man zwar seine monatlichen Ausgaben decken und sich ab und zu was gönnen, jedoch sind große Sprünge meistens nicht drin. Aber man verdient sein eigenes Geld und ist unabhängig. Und was gibt es schöneres, als sich etwas, was man sich lange gewünscht hat, mit seinem eigenen Geld zu kaufen. Und man lernt noch dazu, sich das Geld richtig einzuteilen, damit man den ganzen Monat noch was davon hat.
    4. Achte auf dein Erscheinungsbild.
      Auch wenn man auf seiner Arbeit eine, nicht so anspruchsvolle Position ausübt, bedeutet das nicht, dass das Erscheinungsbild nicht wichtig ist. Wer weiß, vielleicht triffst du auf der Arbeit auf jemanden, der dir eine bessere Position anbieten möchte. Kleide dich nicht für den Job den du hast, sondern für den Job den du haben möchtest.
    5. Jede Arbeit verdient Anerkennung.
      Studentenjobs, die oft Gastronomie/Verkauf betreffen, genießen noch immer zu wenig Anerkennung. Auch ich habe es oft erlebt, dass Gäste/Kunden ihre Frustrationen an Personal ausgelassen haben. Du warst oft der Schuldige für ihren schlechten Tag, musstest aber stets freundlich und professionell sein. Deswegen denke daran, auch Kellner/Verkäufer wünschen sich, dass man ihnen Anerkennung entgegen bringt. Danke und Bitte zu sagen, ist ja nicht so schwer.
    6. Auch die Arbeit, die man nicht machen möchte, kann Spaß machen. 
      Erste Jobs sind oft diejenigen, die niemand gerne machen möchte. Man arbeitet viel und man verdient recht wenig. Ja, die Arbeit kann sehr anstrengend sein, aber sie kann auch sehr viel Spaß machen. Man lernt verschiedene Arbeitsumgebungen, interessante Leute, man knüpft Beziehungen, die später vielleicht weiterhelfen, man lernt von Kollegen, man hat die Möglichkeit mit der Zeit wichtigere Aufgaben zu übernehmen.
    7. Wenn du wirklich krank bist, bleib zu Hause!     
      Ich habe oft die Anzeichen meines Körpers ignoriert und krank zu Arbeit erschienen. Eine Erkältung? Kein Problem! Warum? In meinen Jobs war es oft so, dass man sich selbst den Diensttausch suchen musste, sollte/konnte man nicht arbeiten. Da meine KollegInnen aber großteils auch StudentInnen mit eigenen Studienverpflichtungen waren, war es oft nicht möglich den Tausch zu bekommen. Und den Chef interessierte nicht wer arbeitet, hauptsächlich jemand ist da. Und so war es oft der Fall, dass man die Zähne zusammenbeißen musste und arbeitete, obwohl man krank war.
    8. Nicht jeder mit dem du arbeitest, ist jemand, mit dem du gut zurechtkommst.   
      Am Arbeitsplatz gibt es oft Leute, mit denen man weniger gerne zusammenarbeitet, als mit anderen. Vielleicht passt die Person an sich nicht, oder die Persönlichkeit ist komplett unterschiedlich als deine oder die Auffassung von der Arbeit ist eine andere als du es hast. Trotzdem muss man all das zurückstecken können, damit die Arbeit nicht darunter leidet. Es ist oft schwer, doch mit einem Gespräch können sich Differenzen klären lassen. Oder man wendet sich an den Chef, wenn keine gemeinsame Lösung gefunden wird.
    9. Nimm dir auch mal Zeit für dich. 
      Wenn man frisch in die Arbeitswelt eintritt, denkt man oft, man ist jung, frei und dir sind keine Grenzen gesetzt. Auch meine Einstellung war ähnlich. So war es für mich selbstverständlich 50 oder mehr Stunden pro Woche zu arbeiten, vielleicht pro Nacht 4-5 Stunden zu schlafen und zwischendurch noch alle Univerpflichtungen zu erledigen. Es ist daher sehr wichtig, sich die freie Zeit gut einzuteilen, die Freunde treffen oder Sachen machen, die dich glücklich machen. Denn die Arbeit ist nicht alles und wenn man keine Zeit für sich findet, wirkt sich das auch früher oder später auf die Arbeit aus.
    10. Wissen wann die Zeit reif ist zu gehen.                         
      Studentenjobs sind meistens temporär. Man hat die Möglichkeit neben dem Studium noch eigenes Geld zu verdienen, man will aber eines Tages in seinem Beruf arbeiten, dafür studiert man ja schließlich. Sei immer offen neue Perspektiven und Praktika in deinem Bereich, letztendlich erleichtern dir nur diese Referenzen den Einstieg in dein Wunscharbeitsbereich.

 

 

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